Österreich: Systemgastronomie auf Expansionstrip

Kaum eine Ausgabenposition der privaten Haushalte steigt so stark wie jene der Gastronomie. Immer kleinere Haushaltsgrößen und veränderte Lebensgewohnheiten bringen die Leute in die Gastronomie. Dementsprechend größer und besser wird das Angebot. Und wie auch im Einzelhandel profitieren filialisierte Unternehmen am stärksten davon. Die sogenannte „Systemgastronomie“ eröffnet Standorte in noch nie dagewesenem Tempo und die Expansionsabsichten der Marktteilnehmer zeigen weiter stark nach oben.
Von den gesamten Ausgaben in Österreich für „Außer-Haus-Verzehr“ von etwa 12 Mrd. € pro Jahr kann die Systemgastronomie, also jene Unternehmen, die, entweder mit eigenen Filialen oder als Franchisesystem mehrere gleichartige Standorte anbieten, bereits etwa 16 % abschöpfen – Tendenz stark steigend. Und der langjährige Marktführer McDonalds wird zunehmend bedrängt, allerdings nicht etwa nur durch andere Fast-Food-Unternehmen, sondern vor allem auch durch die Gastronomiebetriebe, die bei Handelsstandorten bestehen, also Merkur oder Interspar Restaurants, oder den Restaurants in den Möbelhäusern – inklusive der IKEA-Restaurants mit ihren berühmten Köttbullar.
Aktuell bestehen in Österreich etwas mehr als 1.350 Standorte, die der Systemgastronomie zuzuordnen sind. Wenn man die „Pipeline“, also jene Standorte, die schon in Bau oder Planung sind, sowie die weiterführenden Expansionspläne der maßgeblichen Unternehmen hinzuzählt, wird die Standortanzahl in drei Jahren bereits 1.700 betragen.

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