Kaufkraft: Südosteuropa holt auf!

Die absolute Kaufkraft pro Einwohner ist im Vergleich zum Vorjahr bei fast allen Ländern gestiegen und weist auch nach Abzug der jeweiligen Inflationsraten ein oft erfreuliches Plus auf.

In absoluten Zahlen zählen Österreich, Tschechien und Island mit einer Steigerung von über 850 € zu den großen Durchstartern des Jahres, gefolgt von Dänemark, Malta und den Niederlanden. 38 von 43 Ländern können (nominelle) Kaufkraftzuwächse für sich verbuchen. Zu den übrig bleibenden fünf Ländern gehören Weißrussland, Russland, Schweden, Türkei und die Schweiz. Während Weißrussland nur ein kleines Minus von umgerechnet 21 € bzw. -1,0 % zu tragen hat, sieht es in der Schweiz schon etwas anders aus. Dort wird der größte Kaufkraft-Rückgang in der Höhe von umgerechnet 1.100 € verbucht, was einem nominellen Rückgang von -2,8 % in € entspricht. Das Wirtschaftswachstum wurde im dritten Quartal 2018 abrupt gebremst und auch die Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum für das Jahr 2019 wurde nach unten korrigiert. Gründe sind Handelsstreitigkeiten und die Ungewissheit über das Verhältnis zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich nach dem Brexit. Dennoch befindet sich Schweiz mit einer absoluten, jährlichen Kaufkraft von 38.488 € pro Einwohner auf Platz 1 im Europa-Ranking.
Die Plätze 2 bis 5 belegen Luxemburg, Island, Norwegen und Großbritannien. Weniger entspannt ist die Situation für Russland, denn dieses Land steht mit einem absoluten Kaufkraft-Minus von umgerechnet -297 € und einer negativen nominellen Veränderung von -6,4% im Europa-Vergleich auf Platz 32. Noch schlechter hat es die Türkei mit einem Rückgang von -13,8% erwischt. In beiden Fällen spielen jedoch die Wechselkursveränderungen eine wichtige Rolle.
Österreich hält sich seit Jahren tapfer in den vordersten Reihen und überschreitet 2018 erstmals die 22.000er-Grenze. Mit einer absoluten Pro-Kopf-Kaufkraft von 22.663 € pro Jahr belegt es Platz 7 und ist dort umgeben von den beiden – sich in der Wirtschaftsleistung ähnelnden – Ländern Dänemark und Deutschland. Die Kaufkraft-Schlusslichter bilden Ukraine und Moldau mit knapp unter 1.500 € sowie Georgien mit nur mehr knapp über 1.100 €.

 

 

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