NOCH MEHR KONZENTRATION IM LEBENSMITTELHANDEL

Veröffentlicht: 18. Mai 2016
In dem seit 10 Jahren überdurchschnittlich wachsenden Markt gewinnen die Marktführer und Nischenanbieter. In der Mitte wird es eng.


  • Jährlich werden knapp 20 Milliarden € neu verteilt
    Jährlich geben die Österreicher und die Touristen etwa 20 Milliarden € für Lebensmittel und lebensmittelnahe Produkte aus. Seit mehr als zehn Jahren verzeichnet dieser Markt Zuwächse, die zumeist doppelt so hoch sind, wie die jeweilige Inflationsrate. Das liegt nicht hauptsächlich daran, dass die (gleichen) Produkte um so viel teurer werden, sondern daran, dass die Österreicher zu anderen, höherwertigeren Produkten greifen: die laktosefreie Milch, die Bio-Freilandeier, das Meersalz oder die Flugmango kosten eben mehr als vergleichbare konventionelle Produkte.
  • Expansion und Übernahmen (Zielpunkt) erhöhen die Marktkonzentration
    Der österreichische Lebensmittelhandel weist bereits jetzt eine sehr starke Konzentration auf. Die drei größten Unternehmen (REWE mit 33 %, Spar mit 30 % und Hofer mit 20 %) teilen sich den Markt unter sich auf. Durch die Aufteilung von Zielpunkt-Standorten und durch die eigene Expansion wird diese Konzentration heuer weiter steigen. Hohe Marktkonzentrationen eröffnen aber auch immer den Nischenanbietern Möglichkeiten. In Österreich sind das derzeit die Bio- und Reformläden (z.B. denn´s, Martin) oder türkische Anbieter (z.B. Aycan, Etsan).
  • Diskonteranteil steigt weiter
    Der Anteil der Diskonter im österreichischen Lebensmittelhandel steigt weiter und liegt derzeit bei etwa 33 %. Verantwortlich dafür ist vor allem die Expansion von Hofer und Lidl. Andererseits verändern die Diskonter ihr Gesicht: Duftende Backshops, noch mehr Bio, ansprechenderes Ambiente und Regionalität erhöhen den durchschnittlichen Einkauf der Kunden.
  • Internet noch (!) wenig bedeutsam
    Der Onlinehandel spielt im Lebensmittelhandel noch wenig Rolle. Der Anteil liegt bei knapp 2 % der gesamten Lebensmittelausgaben. Allerdings sind für die nächsten Jahre deutliche Steigerungsraten zu erwarten: Die wesentlichen Marktteilnehmer haben erst im letzten Jahr begonnen den Online-Vertriebsweg ernst zu nehmen, nicht zuletzt deswegen, weil auch einige Internet-„Pure-Player“ an diesem Kuchen interessiert sind. Allen voran Amazon mit „Amazon-Fresh“.
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