REGIODATA-STUDIE: DEUTLICHE KAUFKRAFTZUWÄCHSE IN ÖSTERREICH

Im vergangenen Jahr ist die durchschnittliche Kaufkraft der Österreicher um 1,8 % (real, also unter Berücksichtigung der Inflation) gestiegen. Das ist der höchste Anstieg seit 12 Jahren.  

  Die gute Wirtschaftslage kommt bei den Haushalten an.

Ein stabiles Wirtschaftswachstum, gute Exporte, eine geringe Arbeitslosenquote, ein boomender Tourismus und vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse haben direkte positive Auswirkungen auf das verfügbare Einkommen der Privathaushalte.
2018 verfügte ein durchschnittlicher Österreicher über eine Kaufkraft von 22.663 € pro Jahr und damit um nominell 70 € /Monat mehr als im Jahr zuvor. Aktuell zeichnet sich für 2019 auch eine ähnlich hohe Steigerung ab.
(Die „Kaufkraft“ ist definiert als die Summe aller Einkunftsarten, also unselbständige Einkom-men, selbständige Einkommen, Kapitalvermögen, Vermietung, Landwirtschaft, Pensionen, Beihilfen etc. Abgezogen davon werden die Zwangsabgaben, also Steuern und Sozialversicherung. Die Kaufkraft bezeichnet somit das frei verfügbare Einkommen)

 Europavergleich: Österreich rangiert stabil auf Platz 8!

Im europäischen Vergleich hält Österreich den 8. Rang. Betrachtet man nur die Eurozone, macht das immerhin Rang 2 hinter Luxemburg.
An der Spitze hat es keine Veränderung gegeben: Die Schweizer sind mit Abstand die reichsten Europäer. Sie haben mit einem durchschnittlichen jährlichen Einkommen von umgerechnet etwa 38.500 € die Luxemburger mit „nur“ etwa 36.800 € klar auf den 2. Platz verwiesen – auch dank des starken Schweizer Frankens. Einem durchschnittlichen Schweizer stehen somit fast doppelt soviel Geldmittel zur Verfügung wie einem Österreicher. An dritter Stelle befindet sich das kleine Island, gefolgt von Norwegen und Großbritannien.

 Niederösterreich knapp die Nummer 1, Kärnten wieder sehr schwach!

Betrachtet man die absolute Kaufkraft je Einwohner in Österreichs Bundesländern, so haben alle Einwohner zwar einen Zuwachs, aber an der Rangreihung hat sich einiges verändert: Salz-burg und Wien waren viele Jahre unangefochten an der Spitze der Kaufkraft, doch das ist vorbei: Durch den Wegzug der einkommensstarken Bevölkerungsgruppen in den Speckgürtel und durch den Zuzug einkommensschwacher Bevölkerungsschichten haben die Wiener erstmals eine unterdurchschnittliche Kaufkraft, mit einem Indexwert von 99,4 (Österreich = 100,0). Profitiert hat davon Niederösterreich, dessen Indexwert kontinuierlich steigt und nun bei immerhin 103,5 liegt – knapp vor Salzburg.

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