Geldüberweisungen von Migranten in die Heimat

Veröffentlicht: 14. Dezember 2015
Die Geldüberweisungen von Migranten in ihr Heimatland steigen weltweit rapide an. Alleine im europäischen Raum liegt die Gesamtsumme mittlerweile bei etwa 50 Mrd € pro Jahr. Die Gründe dafür liegen einerseits in der durch die Liberalisierung der gesetzlichen Bestimmungen stetig steigenden Anzahl von Migranten und andererseits in der nicht kleiner werdenden Schere der Wohlstandsunterschiede in Europa.
In absoluten Werten profitiert Polen mit etwa 7,5 Mrd € am stärksten, auch nach Russland mit 5 Mrd €, Rumänien mit 3,8 Mrd € und Serbien mit 3,3 Mrd € fließen große Summen. In einigen Volkswirtschaften sind die Rücküberweisungen der Migranten ein wesentlicher Faktor der Volkswirtschaft. Im Kosovo etwa beträgt dieser Wert immerhin 16 % des gesamten Bruttoinlandproduktes, in den anderen Ex-Jugoslawien-Ländern zwischen 3 und 8 %.
Die Rücküberweisungen kommen fast ausschließlich den Familienmitgliedern der Migranten zu Gute, und deren Kaufkraft wird dadurch zum Teil massiv erhöht. In Litauen beispielsweise profitiert durchschnittlich jeder Einwohner mit knapp 580 € pro Jahr von den Geldern, die zurück ins Land fließen. Im Kosovo liegt dieser Wert mit ca. 570 € pro Einwohner ähnlich hoch. Montenegro, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Mazedonien folgen mit ebenfalls sehr hohen Werten. In Griechenland sind die Überweisungen in die Heimat stark zurückgegangen und helfen mit knapp 140 €/a/Person kaum mehr, die Kaufkraft zu steigern.
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