Onlineaffinität in Deutschland: Was steht hinter den Zahlen?

RegioData hat die kleinräumige Onlineaffinität in Deutschland und die Neigung der deutschen Bevölkerung ab 15 Jahren zur Internetnutzung auf lokaler und regionaler Ebene analysiert.

Die RegioData Onlineaffinität basiert auf befragungsbasierten Nutzungsdaten (z.B. EUROSTAT,Nutzung der sozialen Medien oder Onlineeinkäufe) welche mithilfe soziodemografischer und kleinräumliger Faktoren abgeglichen und erweitert wurden. Vor allem Alter, Kaufkraft, Bildung, Wertehaltungen sowie der Gemeindetypus (Größe, Dichte etc.) spielen hierbei eine Rolle, ebenso natürlich die vorhandene technologische Infrastruktur.

Über 90 % der Deutschen sind bereits regelmäßig online, die Neigung zur Internetnutzung fällt jedoch je nach Bundesland unterschiedlich aus. Betrachtet man die Onlineaffinität in ganz Deutschland, so merkt man einen klaren Trend. Mit der Ausnahme von Berlin, sind die ostdeutschen Bundesländer generell zurückhaltender was die Internetnutzung und auch das Onlineshopping betrifft. Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen zählen zu den Bundesländern mit der niedrigsten Onlineaffinität. Dies lässt sich zum Teil durch die noch immer bestehenden strukturellen Ost-West-Unterschiede zu erklären. Die Bevölkerung im Osten wird zwar im Durchschnitt jünger, was allmählich zu einem demografischen Ausgleich führt. Vor allem die Städte Berlin, Leipzig, auch Jena und Potsdam treiben das Wachstum und positive demografische Entwicklung in Ostdeutschland voran. Allerdings sind die Konsequenzen der Abwanderung aus den neuen Bundesländern noch zu spüren. Dies beeinflusst die Häufigkeit und Intensität der Nutzung diverser Internetservices und sozialer Netzwerke in der ganzen Region. Das Wohlstandsniveau und die Kaufkraft tragen auch zu der Dynamik bei: so sind die Bürger mit niedrigerem verfügbaren Einkommen weniger dazu geneigt, regelmäßig online einzukaufen.

Zu den Bundesländern mit der höchsten Onlineaffinität zählen Hamburg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hessen. Dort wird auch die häufigste Nutzung der Online-Dienste, wie z.B. Online-Banking und Online-Buchung von Reisen und Urlaubsunterkünften in Anspruch genommen. In diesen Bundesländern wird auch häufiger online eingekauft, was unter anderem auf ein höheres Wohlstandsniveau zurückzuführen ist. Der Großteil der Zeit online wird für soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter aufgebracht. Baden-Württemberg, Bayern, Schleswig-Holstein bewegen sich im Mittelfeld. Auffällig im Westen ist die Onlineaffinität von Bremen, die unter dem nationalen Durchschnitt liegt. Zum größten Teil ist diese Entwicklung auf die etwas geringere Kaufkraft in dem Bundesland zurückzuführen.

Die aktuelle Studie „Regionale Onlineaffinität“ ist für alle europäischen Länder verfügbar.

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