Was kostet „Wohnen“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

RegioData Research hat die jährlichen Ausgaben der privaten Haushalte für die Kategorie „Wohnen“ in der DACH-Region berechnet und analysiert, was die Ausgaben für die Kategorie „Wohnen“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz in konkreten Zahlen bedeutet.

Dazu wurden die Wohnkosten und die Ausgaben für die Anschaffung und Erhaltung entsprechender Warengruppen analysiert. Die nachfolgenden Werte werden als Durchschnittsausgaben pro Einwohner und Jahr angegeben, wiewohl es in den drei Ländern durchaus historisch und rechtlich bedingte Unterschiede in der Struktur (z.B. Eigentumsanteil bei Wohnungen) gibt.Der Löwenanteil wird in allen drei Ländern für Netto-Mietzahlungen ausgegeben, wobei das in absoluten Zahlen 2.400 € pro Jahr für einen Österreicher und 3.100 € für einen Deutschen bedeutet. Der Schweizer Nachbar muss bei satten 6.500 € schon deutlich tiefer in die Taschen greifen. Von Entlastung ist keine Rede. Ganz im Gegenteil, die Ausgaben sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen und werden weiter kontinuierlich ansteigen. Auch für die Wasserversorgung geben die Schweizer doppelt so viel Geld aus. Sie zahlen 1.000 €, während es in Österreich 500 € und in Deutschland 400 € sind. Die Österreicher zahlen hingegen für die Erhaltung der Wohnung am meisten. Denn während für die Instandhaltung und Reparatur einer Wohnung ein Deutscher nur etwas über 100 € zahlt, sind es in der Schweiz 400 € und in Österreich 800 €, was in Österreich durch eine spezielle rechtliche Situation erklärbar ist. Die Betriebsausgaben für Strom, Gas und ähnliche Brennstoffe liegen in Deutschland bei knapp über 700 €, in der Schweiz bei € 800 und in Österreich bei € 900. Die Ausgaben für die Innenausstattung sind mit Geldbeträgen von 1.100 € für Österreich und Deutschland homogener. In der Schweiz sind es 1.600 €. Generell wird gerne Geld für dekorative Einrichtungszwecke ausgegeben. Am ehesten hält sich allerdings Österreich beim Kauf von Möbeln, Teppichen und Böden zurück und gibt andererseits dort Geld aus, wo die Ausgaben in den nächsten zehn Jahren insgesamt stagnieren oder zurückgehen, nämlich für Haushaltsgeräte. Auffällig ist, dass das Online-Shopping von Einrichtungsgegenständen in der Schweiz weit weniger ausgeprägt ist als in den benachbarten Ländern. In Summe sind die Gesamtausgaben für die Wohnkategorien in Deutschland und Österreich in etwa gleich teuer, während die Ausgaben in der Schweiz fast doppelt so viel betragen.

 

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Shop: Konsumausgaben Österreich 

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