Neue Studie: Kaufkraft der Österreicher um 3,4 % gestiegen

Veröffentlicht: 15. Mai 2018

2017 verfügten die Österreicher über eine durchschnittliche Kaufkraft von € 21.812 pro Kopf und Jahr. Das ist

nominell € 717 mehr als im Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der Inflation bleiben somit etwa 23 €/Monat mehr als im Vorjahr übrig, der florierenden Wirtschaft und dem boomendem Tourismus sei Dank. Im europäischen Vergleich hält Österreich stabil den 8. Rang. Betrachtet man nur die Eurozone, macht das immerhin Rang 2 hinter Luxemburg.
Die 5 kaufkräftigsten Bezirke Österreichs bleiben gleich wie in den Jahren zuvor. Wien 1., Innere Stadt, führt weiterhin mit großem Abstand die Tabelle an. Allerdings sind die Zuwächse im Vergleich zu den übrigen Top-Platzierten und zu den Vorjahren schwächer ausgeprägt. Dass die Kaufkraftspanne innerhalb Wiens sehr groß ist, veranschaulicht das Ergebnis der aktuellen Studie ganz besonders: In Wien liegen 13 Bezirke über und 10 Bezirke unter der durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft Österreichs. Gesamt ergibt dies ein durchschnittliches Ergebnis. Neben Wien 20., Brigittenau, und Wien 15., Rudolfsheim-Fünfhaus, befindet sich 2017 erstmals auch Wien 10., Favoriten, unter den 5 kaufkraftschwächsten Bezirken Österreichs! Zwettl war 2016 nicht im Ranking der Kaufkraftärmsten, zählt 2017 aber wieder dazu. Wien 10. und Zwettl „befreien“ die Südoststeiermark und Murau aus der Reihung der Letztplatzierten. Von den kaufkraftärmsten Bezirken haben Lienz und Zwettl mit 26 % den größten Zuwachs erfahren. Unter den kaufkräftigsten Bezirken sticht Eisenstadt mit einem Wachstum von 23 % hervor.
Bei Betrachtung der durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft auf Bundeslandebene ist ein generell stärkeres Wachstum als in den Jahren zuvor erkennbar. Während es im Jahr 2015 nur eine nominelle Steigerung von 1,4 % gab, waren es 2017 satte 3,4 % Wachstum. Die bundesweit geringsten Zuwächse werden erneut in Wien verzeichnet: Mit lediglich + 2,9 % auf € 21.841 liegt Wien nur im Mittelfeld – hinter Niederösterreich, Salzburg, Vorarlberg und Oberösterreich. In der Rangreihung gab es einen Wechsel unter den Topplatzierten: Niederösterreich holt sich Platz 1 zurück (€ 22.554) und setzt Salzburg mit knappem Abstand auf Platz 2 (€ 22.534). Den Anstieg hat Niederösterreich den Kaufkraftzuflüssen aus Wien zu verdanken, da kaufkraftstarke Wiener nach wie vor vermehrt in umliegende Gemeinden der Bundeshauptstadt ziehen. Verstärkte Kaufkraftzuwächse gab es 2017 insbesondere in den Wien-nahen Bezirken Tulln, Bruck/Leitha, Mistelbach, Sankt Pölten Stadt und Land sowie Baden. Das kaufkraftschwächste Bundesland Österreichs ist und bleibt Kärnten mit einer absoluten Kaufkraft von € 20.505 pro Kopf und Jahr.

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