Wohnungsbedarf bleibt in Österreich stabil

Auch bei einer stagnierenden oder rückläufigen Bevölkerungsanzahl wird der Bedarf an neuen Wohnungen in Österreich stabil bleiben. Die Neubauleistung liegt momentan bei knapp über 40.000 Wohnungen, diese Zahl soll auch in den nächsten 10 Jahre nahezu unverändert bleiben.

Nicht der Bevölkerungszuwachs, der in Zukunft viel schwächer als in den letzten Jahrzehnten ausfallen wird, sondern vielmehr sozio-kulturelle Faktoren beeinflussen die Neubauleistung in Österreich. Allen Bevölkerungsprognosen zur Folge steigt die Anzahl an Single-Haushalten und der Bedarf an Wohnungen für Kleinfamilien beziehungsweise zwei Personen. Ebenfalls hoch im Trend liegen Zweitwohnsitze.

Eine besondere Dynamik im Wohnbau ist insbesondere in Vorarlberg, Tirol und Salzburg zu erwarten, was auf einen höheren Anteil an junger Bevölkerung und dem Trend zu Zweitwohnsitzen zurückzuführen ist. Ebenfalls mit einem leichten Anstieg ist in Niederösterreich zu rechnen, jedoch wird dies nicht mehr so stark in den direkt an die Stadt angrenzenden Gebieten im Süden und Westen sein, da hier das Bauland nun knapper geworden ist. In den südlichen Bundesländern Kärnten und Steiermark wird der Bedarf an neuen Wohnungen tendenziell sinken. Auch in Wien ist ein moderater Rückgang der Wohnbauleistung zu erwarten, obwohl ein Erneuerungsbedarf besteht.

Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass die Wohnbauleistung in Österreich mit rund 4,5 neuen Wohnungseinheiten pro 1.000 Einwohner im Jahr im oberen Mittelfeld liegt. Nur die Schweiz (über 6 Einheiten pro 1.000 EW) und Frankreich (knapp 5 Einheiten pro 1.000 EW) weisen eine noch höhere Neubautätigkeit auf.

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