Verkaufsflächendichte in AT erreicht Rekordwert

2009 stehen jedem Österreicher durchschnittlich 1,71 m² Verkaufsfläche im Einzelhandel zur Verfügung: ein Shopping-Paradies, so groß wie 2.000 Fußballfelder oder der Mondsee.
Zwischen 2005 und 2009 hat sich das Flächenwachstum stark verlangsamt. Eine kleine Verkaufsflächen-Explosion gab es lediglich im Burgenland: + 16,8 % seit 2005.
Heuer wird es – erstmals seit über 20 Jahren - überhaupt keine Nettozuwächse mehr geben. Das hat nur wenig mit der Wirtschaftskrise, sondern hauptsächlich mit der bereits starken Sättigung zu tun.
„Ein Anstieg der Dichte im Burgenland um fast 17 % innerhalb von 4 Jahren erscheint auf den ersten Blick recht spektakulär, relativiert sich aber, wenn man das mit den Zuwachsraten in den Jahren zuvor vergleicht: Eine massive Verlangsamung in ganz Österreich ist zu beobachten. Filialisten, die noch zu Anfang dieses Jahrzehnts beinahe jede Woche eine Filiale eröffnet haben, sind nun deutlich zurückhaltender. Es gibt weniger Projekte und die Wirtschaftskrise dämpft zusätzlich die Expansionsgelüste.“ rückt Mag. Mark Ruhsam, Pressesprecher von RegioData die Relationen zurecht.
Mit einer Verkaufsflächendichte von 1,71 m²/Einwohner liegt Österreich im europäischen und internationalen Vergleich im Spitzenfeld. Innerhalb der 9 Bundesländer gibt es aber deutliche Unterschiede. Die „Pole-Position“ holt sich 2009 Kärnten mit einer beachtlichen Verkaufsflächendichte von 1,94 m²/EW (+ 9 % seit 2005) und verweist damit den ehemaligen Führenden Niederösterreich auf Platz 2 (1,89 m²/EW), gefolgt von der Steiermark (1,80 m²/EW) und Salz-burg (1,72 m²/EW), die damit allesamt über dem Österreichischen Durchschnitt liegen. Wenn man die geringe Kaufkraft in Kärnten mit einbezieht, kann man schließen, dass die Einzelhändler in Kärnten nur geringere Quadratmeterumsätze machen.


22./23.02.2012