USA: Shopping Center-Markt kämpft um Erholung

Die Subprime-Krise und die damit ausgelöste globale Wirtschaftskrise hinterließen ihre Spuren auch im US-amerikanischen Shopping Center-Markt. So erwarten Experten, dass die Mietpreise in amerikanischen Shopping Centern auch heuer noch um rund 1 Prozent fallen werden, nachdem diese im vergangenen Jahr bereits um 4 Prozent zurückgingen. Dies ergab eine Analyse von 50 großstädtischen Regionen.
Die Leerstandrate für den gesamten Handelsimmobilienbereich in den USA soll sich für das laufende Jahr bei rund 10 Prozent einpendeln. In den von der Krise stark getroffenen Märkten Cincinnatis, Clevelands und Phoenix wird diese etwas höher sein. Für 2010 und 2011 werden insgesamt rund 7,9 Millionen Quadratmeter an neuer Retailfläche erwartet. Dies bedeutet im Vergleich zu einem jährlichen Durchschnitt von rund 18,8 Millionen Quadratmetern zwischen 2004 und 2008 einen Rückgang von rund 58 Prozent. Laut RegioData-Erhebungen weisen die USA eine der höchsten Verkaufsflächen- (3,36 Quadratmeter pro Kopf) und Shopping Center-Dichten (1,88 Quadratmeter pro Kopf) weltweit auf.
Mit einer Erholung des Marktes wird erst dann gerechnet, wenn der Mietpreisverfall aufgehört hat beziehungsweise die Mietpreise ein Niveau erreicht haben, wo Investitionen wieder rentabel sind. Darüber hinaus sind Finanzierungen von Shopping Center-Investitionen auch in den USA schwieriger zu erreichen, da auch hier höhere Vorvermietungsraten verlangt werden.

