Südafrika - schwarze Mittelschicht macht das Rennen

Black Yuppies oder Black Bourgoisie sind Bezeichnungen für die neue schwarze Mittelschicht Südafrikas. Immer mehr Schwarzafrikaner schaffen den Sprung aus der Armut in den Mittelstand und verleihen Südafrika ein neues Selbstbewusstsein.

Während die durchschnittliche Kaufkraft eines Weißen in Südafrika bei circa 8.000 Euro pro Jahr und damit nur knapp unter dem Niveau Sloweniens liegt, so verfügt ein Schwarzer im Schnitt über nur rund 1.000 Euro im Jahr. Die Situation der Schwarzen hat sich jedoch seit der Abschaffung der Apartheid im Jahr 1994 deutlich verbessert: Lag der Kaufkraftanteil der schwarzen Mehrheit bei rund 35% im Jahr 1993, so kletterte dieser Wert auf nahezu 50% im Jahr 2009.

Rund 3 Millionen Personen gehören heute der schwarzen Mittelschicht an. Diese Bilanz ist sowohl auf die positive wirtschaftliche Entwicklung des letzten Jahrzehntes sowie auf gezielte Fördermaßnahmen von Schwarzen zurückzuführen. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen liegt in Südafrika bei circa 2.000 Euro pro Jahr und ist in etwa gleich hoch wie beispielsweise in Serbien.

Mit etwa 44 Milliarden Euro Einzelhandelsvolumen oder circa 900 Euro Einzelhandelsumsatz pro Kopf scheint der südafrikanische Einzelhandelsmarkt noch in den Kinderschuhen zu stecken. In Österreich liegt der Pro-Kopf-Wert bei circa 6.700 Euro. Allerdings kann ein westeuropäisches Land von zweistelligen Wachstumsraten, wie dies im südafrikanischen Einzelhandel zwischen 2003 und 2008 der Fall war, nur träumen.

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