Spaniens Arbeitslosenraten beunruhigend

In Spanien kletterte die saisonbereinigte Arbeitslosenquote für Juli 2011 auf über 21 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt sogar bei 46,2 Prozent. Mit einem Wert von lediglich 3,7 Prozent für den Monat Juli 2011 weist Österreich nach wie vor die niedrigste Arbeitslosenquote in der gesamten EU auf.
Im Jahresvergleich (2. Quartal 2011 im Vergleich zum 2. Quartal 2010) konnten 16 EU-Länder einen Rückgang, 11 Länder einen Anstieg verzeichnen. Jene Länder, die im Jahresvergleich ihre Anzahl an Arbeitslosen drastisch reduzieren konnten, waren die Baltischen Staaten Estland (von 17,9 auf 12,8 Prozent), Lettland (von 19,9 auf 16,2 Prozent) und Litauen (von 18,2 auf 15,6 Prozent). Die höchsten Anstiege verzeichneten hingegen Griechenland (von 11 auf 15 Prozent zwischen dem ersten Quartal 2010 und dem ersten Quartal 2011), Bulgarien (von 10 auf 11,5 Prozent) und Slowenien (von 7,2 auf 8,4 Prozent).
Besorgniserregend ist insbesondere die Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen unter 25 Jahren. Am höchsten ist diese in Spanien, wo rund die Hälfte der betroffenen Altersgruppe (46,2 Prozent) auf Jobsuche war. Ebenfalls hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland mit 38,5 Prozent, in Litauen mit 33,1 Prozent und in der Slowakei mit 32,9 Prozent. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten unter Jugendlichen verzeichneten die Niederlande (7,4 Prozent), Österreich (7,8 Prozent) und Deutschland (9,5 Prozent).
Arbeitslose sind Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren, die ohne Arbeit sind, innerhalb der beiden nächsten Wochen eine Arbeit aufnehmen können und während der vier vorhergehenden Wochen aktiv eine Arbeit gesucht haben. Die Arbeitslosenquote ist die Zahl der Arbeitslosen als prozentualer Anteil der Erwerbspersonen. Erwerbspersonen sind definiert als die Summe von Erwerbstätigen und Arbeitslosen.

