Sozialmärkte in Österreich

Österreich zählt zu den reichsten Ländern der Welt. Trotzdem ist jeder 8. Österreicher armutsgefährdet. Sozialhilfeempfänger, Mindestpensionisten, Alleinerzieherinnen, Behinderte und Migranten sind jene Menschen, die unter der aktuellen Krise doppelt leiden.Diese Menschen können sich die Lebensmittelpreise in regulären Supermärkten oft nicht mehr leisten – selbst Diskonter sind zu teuer.
Sozialmärkte wollen diesen Menschen helfen. Mit Ausschussware aus dem Lebensmittelhandel bzw. Überproduktionen werden die Regale gefüllt.Neben Lebensmittel bieten die Sozialmärkte auch andere Güter des täglichen Bedarfs, wie Waschmittel oder Hygieneartikel.
Alle Produkte sind von einwandfreier Qualität, weisen jedoch oft Verpackungsschäden auf, sind falsch etikettiert oder kurz vor dem Ablaufdatum. Die Waren sind oft bis zu 2/3 billiger als im regulären Lebensmittelhandel.
Um in den Sozialmärkten einkaufen zu können, gelten jedoch strenge Regeln: max. 700,- bis 900,- Euro Monatsnettoeinkommen und Nachweis der sozialen Bedürftigkeit. Weiters ist das Einkaufsvolumen in den Sozialmärkten limitiert.
Derzeit gibt es in Österreich 40 derartige Märkte mit ca. 7.000m² Verkaufsfläche – Tendenz steigend.


23./24.01.2012