Shopping Klima Index CEE 4/09

Der Shopping-Klima-Index CEE hat sich auch im vierten Quartal des Jahres gegenüber den Vorperioden wieder leicht verbessert und liegt nun bei etwa 60 Indexpunkten (100 = langjährige Norm). Insgesamt gesehen ist das Shoppingklima damit aber nach wie vor extrem ungünstig. Den Normalwert von 100,0 erreicht in der CEE-Region derzeit kein einziges Land. Noch vor einem Jahr waren, mit Ausnahme von Ungarn, alle Länder im Bereich über 100,0.
Die Entwicklung verläuft jedoch weiterhin in den einzelnen CEE/SEE-Ländern sehr unterschiedlich, und es zeigt sich, dass jene Länder, deren Index in den letzten Monaten extrem gefallen ist, nun eine zumindest leichte Erholung erleben. Als Beispiele dafür sind Lettland und Litauen, die Ukraine und Montenegro zu nennen. Trotzdem muss die Einzelhandelsentwicklung in diesen Ländern nach wie vor pessimistisch eingeschätzt werden: Die Umsatzprognosen für 2010 liegen zwischen –3% und –6%.
Empfindliche Rückgänge des Einzelhandelsklimas in den letzten Monaten mussten Albanien, Bulgarien, Weissrussland und Moldau hinnehmen. Eine ungünstige Entwicklung ist auch in Bosnien zu beobachten, das Land weist nun mit einem Index von 22,5, nach Lettland (10,8), den geringsten Wert auf. Ein wesentlicher Grund für die Kaufkraftschwäche ist die hohe Arbeitslosigkeit von über 40 %.
Eine Aufhellung des Konsumklimas ist vor allem in Rumänien, Kroatien und auch der Türkei zu beobachten. Die Verbesserung der Werte liegt etwa im Bereich der berechneten „Benchmark“ Österreich. Das absolut beste Klima herrscht derzeit, abgesehen von Österreich, dass mit 97,6 den Normalwert bald wieder erreichen dürfte, in Zypern, Polen und Slowenien.
Nach den derzeitigen Indikatoren kann erwartet werden, dass in den westlicheren CEE/SEE-Ländern (Polen, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Ungarn) in den nächsten 6 Monaten fast wieder ein Normalzustand erreicht werden wird. In den anderen Ländern spricht zwar viel für eine Aufhellung, aber die dunklen Wolken sind sehr zäh. Insbesondere in Ländern wie der Ukraine, Moldau, Albanien oder Weißrussland wird es noch länger keinen strahlenden Sonnenschein geben.


