Shopping Center-Pipeline in Europa: Im Westen konstant, im Osten eingebrochen

Während in Westeuropa eine überschaubare und weitgehend konstante Anzahl an neuen Shopping Centern auch nach der Krise errichtet wird, ist in Osteuropa das Tempo deutlich verlangsamt worden. Die Anzahl der Fertigstellungen in 25 ost- und südosteuropäischen Ländern fiel von rund 270 abgeschlossenen Projekten im Spitzenjahr 2007 auf nur mehr rund 30 im Jahr 2010 zurück.
Trotzdem bestehen am Papier noch immer rund 1.000 Projekte für den ost- und südosteuropäischen Raum. In den nächsten fünf Jahren sollen nur circa 65% dieser rund 1.000 Projekte auch tatsächlich realisiert werden, schätzt RegioData Research, der Anbieter für regionale Wirtschaftsdaten für Europa, in seiner neuesten Erhebung. Dies hängt damit zusammen, dass Qualität viel mehr gefragt wird als früher. Auf Grund von Mängeln oder Schwächen sind für einige der Projekte, die vor der Krise geplant wurden, sowohl Finanzierung als auch starke attraktive Mieter schwerer zu finden.
Während die Entwicklung von Handelsimmobilien in Osteuropa nahezu eingefroren wurde, kamen im deutschsprachigen Raum auch im Krisenjahr 2009 rund 40 neue Objekte auf den Markt. Die meisten davon wurden in Deutschland realisiert, einem Markt mit einer noch geringen Shopping Center-Dichte von rund 12 m² GLA pro 100 Einwohner. Rund 100 Projekte sind für Deutschland in der Pipeline. Auf Grund noch niedriger Shopping Center-Dichten und des hohen Bevölkerungspotenzials gehören Deutschland sowie die Türkei, Russland und Polen zu den interessantesten Märkten für künftige Shopping Center-Entwicklungen.

