Shopping Center am Balkan - Rund 30 Projekte für Kroatien

Während für Slowenien nur mehr rund 10 Shopping Center-Projekte angekündigt wurden und in Bosnien und Herzegowina auf Grund der noch niedrigen Kaufkraft und der Auswirkungen der Krise lediglich rund 7 Projekte bekannt sind, steht Kroatien mit knapp 30 Projekten noch immer hoch im Kurs der Investoren. Allein für Zagreb werden rund 10 Projekte verzeichnet. Wie viele dieser Projekte auch realisiert werden, ist ungewiss.

Obwohl alle drei Länder Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawiens waren, gibt es einige Unterschiede zwischen ihnen, die sich auch in der Entwicklung der Shopping Center-Landschaften zeigen. Während Slowenien und Kroatien immer schon zu den reicheren Teilrepubliken gehörten, ging die Entwicklung in Bosnien und Herzegowina etwas langsamer voran. Slowenien ist mit rund 2 Millionen Einwohnern allerdings auch das reichste Land des gesamten ehemaligen Ostblocks: Die Kaufkraft eines Slowenen beträgt jährlich rund 9.000 Euro, in Deutschland beispielsweise liegt diese bei rund 17.900 Euro und in Russland bei 2.300 Euro pro Kopf. Kroatien erreicht mit circa 4,4 Millionen Einwohnern eine Kaufkraft von rund 4.400 Euro pro Kopf, während Bosnien und Herzegowina mit 3,8 Millionen Einwohnern nur knapp über 1.900 Euro pro Kopf aufweist.

Die ersten modernen Shopping Center entstanden in allen drei Ländern schon während der Neunziger Jahre. Der richtige Boom setzte jedoch zu Beginn des neuen Jahrtausends ein. Das größte Shopping Center Kroatiens, West Gate, ist mit rund 90.000 m² GLA in der Nähe von Zagreb zu finden. Das größte Shopping Center Sloweniens ist Citypark mit 53.000 m² in Ljubliana und Arizona in Brcko ist mit 40.000 m² das größte Shopping Center in Bosnien und Herzegowina. Dass Sloweniens größtes Shopping Center „nur“ 53.000 m² erreicht, liegt daran, dass dieses Objekt in einem Retail Park (BTC City in Ljubliana) eingebettet ist, der insgesamt auf beachtliche 119.000 m² kommt!