RegioData Shopping-Klima-Index CEE 02/2010: Konsum erholt sich leicht

Erstmals seit 2 Jahren hat sich der Shoppingklimaindex CEE gegenüber dem Vorquartal massiv verbessert. Lag der Gesamtindex in der Vorperiode noch bei 64 Indexpunkten (100 = langjähriger Normalwert), wurde in diesem Quartal bereits ein Wert von 75 erreicht.
Insgesamt gesehen ist das Shoppingklima damit aber nach wie vor eher trüb. Den Normalwert von 100,0 erreicht in der CEE-Region derzeit noch kein einziges Land. Tschechien (91,9) und Polen (88,8) kommen – abgesehen vom Vergleichswert für Österreich mit 100,8 - dem am nächsten. Nach den aktuellen Berechnungen haben die meisten Länder in den letzten Monaten ihre Werte verbessert oder zumindest gehalten. Auffällig schlechtere Werte mussten lediglich Griechenland und Serbien hinnehmen. Während sich in Griechenland das von der Regierung verordnete Sparpaket auch massiv auf das Konsumklima auswirkt, sind es in Serbien eher ungünstige Wirtschaftsdaten und der in dieser Höhe unerwartete kurzfristige Rückgang des Einzelhandelsumsatzes.
Die „Sorgenkinder“ der letzten Monate, Bosnien, die Baltischen Staaten und die Ukraine, konnten allesamt ihre Indexwerte verbessern, allerdings wieder nur in geringem Ausmaß. Das Erreichen eines Normalzustandes wird in diesen Ländern wohl noch mehrere Jahre benötigen. Erstaunlich hohe Werte, wobei hier die Basisdaten vertrauenswürdiger sind, erreicht seit etwa einem Jahr Albanien. Die Krise, die Länder wie Rumänien, das Baltikum, die Ukraine und andere sehr stark getroffen hatte und zu dramatischen Verschlechterungen auch beim Shoppingklima-Index führte, scheint in Albanien nicht so stark wirksam geworden zu sein.
Die derzeit vorliegenden Indikatoren und die Prognosen geben Anlass, die künftige Entwicklung des Shoppingklimas im CEE/SEE-Raum durchaus optimistisch zu sehen! Das Tempo der weiteren Erholung wird jedoch von Land zu Land unterschiedlich sein und möglicherweise sind auch durchaus für einzelne Länder massive Rückschläge durch staatliche Interventionen (Sparpakete, Steuererhöhungen, etc.) zu erwarten.


22./23.02.2012