Quadratmeterumsatz ist am höchsten im norwegischen Einzelhandel

Mit einem durchschnittlichen Brutto-Quadratmeterumsatz von knapp 6.000 Euro dürfen sich Einzelhändler in Norwegen über den europäischen Spitzenwert freuen. Bei der Flächenproduktivität gibt es deutliches Nord-Süd-Gefälle. Auf den Plätzen folgen daher weitere nordische Länder wie Finnland, Dänemark und Schweden.
Aber auch Russland schafft es – bedingt durch die verhältnismäßig geringe Verkaufsfläche – in die Top Plätze. Dem riesigen Bevölkerungspotenzial - konzentriert in über 100 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern - stehen aktuell nur rund 0,29 m² Einzelhandelsfläche pro Kopf zur Verfügung (in Österreich rund 1,72 m²). Die Kombination aus geringer Verkaufsflächendichte und einem enormen Konsumentenpotenzial führen zu einem im europäischen Vergleich hohen Quadratmeterumsatz.
Der Quadratmeterumsatz im österreichischen Einzelhandel liegt bei circa 3.900 Euro, damit im europäischen Mittelfeld und höher als Deutschland mit etwa 3.400 Euro pro Quadratmeter. Obwohl hierzulande eine sehr hohe Verkaufsflächenausstattung zu finden ist, ergibt sich dank der hohen Kaufkraft sowie der Umsätze aus dem Ausland (Einkaufstourismus) eine entsprechend gute Flächenproduktivität.
In CEE sind im allgemeinen eher geringe Quadratmeterumsätze zu verzeichnen. Besonders gering ist er in jenen Ländern, in denen in den letzten Jahren viel Fläche dazugekommen ist, aber die Kaufkraft nicht im selben Ausmaß Schritt gehalten hat. Einige andere osteuropäische Märkte wie Albanien oder Serbien weisen wiederum relativ hohe Flächenproduktivitäten auf. In diesen weniger entwickelten Märkten besteht noch ein großer Aufholbedarf, der sich in geringer Verkaufsflächenausstattung widerspiegelt.



