Stationäre Fläche in Österreich kämpft um Ihre Anteile

Die Verkaufsflächendichte in Österreich sinkt weiter. Um genau zu sein, ist sie in den letzten 2 Jahren um 2,5% gesunken – und es sieht ganz so aus, als würde sich dieser Trend fortsetzen. Lag die Verkaufsflächendichte 2015 noch bei 1,7 m² pro Einwohner, wird für das Jahr 2020 ein Wert von 1,5m² pro Einwohner prognostiziert. Das entspricht in etwa einem Minus von 210 Fußballfeldern. Ein Profiteur ist hier sicherlich der Onlinehandel. Laut RegioData Research soll sich der Onlineumsatz in Österreich bis 2020 fast verdoppeln. Doch nicht nur der Onlinehandel allein lässt die Verkaufsflächen schrumpfen, auch mit der Expansion gestaltet es sich zurzeit schwierig. Die Expansionsabsichten 2016 liegen weit unter dem Niveau der letzten 10 Jahre. Hinzu kommt, dass momentan kleinere Flächen präferiert werden und das schlägt sich natürlich in der Verkaufsflächendichte nieder.
Sieht man sich die Einzelhandelsbranchen allerdings im Detail an, gibt es einen großen Ausreißer, und zwar den Möbelhandel. Hier ist ein deutlicher Flächenzuwachs zu verzeichnen, der zu einem Großteil auf die Expansion der Lutz-Gruppe zurückzuführen ist. Für die stärksten Rückgänge sorgten die Baumärkte, der Spielwarenhandel und der Buchhandel. Insolvenzen großer Marktteilnehmer wie z.B. Baumax waren hier besonders ausschlaggebend.
Dennoch ist festzuhalten, dass Österreich im europäischen Vergleich neben der Schweiz und den Niederlanden auf den Spitzenplätzen rangiert. Auf Grund seiner hohen Kaufkraft ist Österreich für viele internationale Retailer weiterhin attraktiv. Die durchschnittliche Kaufkraft der Österreicher ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und liegt derzeit bei über 20.600 € pro Einwohner im Jahr.

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