Generation 50plus hat viel Kaufkraft

Keine andere Zielgruppe ist so zukunftsträchtig und wird so stiefmütterlich zugleich behandelt: die Altersklasse 50plus.

Erstmalig für Österreich hat RegioData Research die Kaufkraft dieser Zielgruppe erhoben – die Klientel im besten Alter verfügt über enorme 44 Prozent des gesamten österreichischen Kaufkraftvolumens.

Mit rund 22.300 Euro pro Kopf im Jahr verfügen die Menschen ab 50 Jahren über eine um 22 Prozent höhere Kaufkraft als der durchschnittliche Österreicher. Damit kommt diese Altersgruppe auf ein Kaufkraftvolumen von rund 68 Milliarden Euro und 44 Prozent des österreichischen Volumens. 50 Jahre oder älter sind rund 36 Prozent der Bevölkerung in Österreich, in 20 Jahren werden es um rund 8 Prozent mehr sein.

Wer glaubt, dass die Menschen im besten Alter Senioren-Kampagnen erwarten, irrt gewaltig. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Menschen im höheren Alter sich oft für jünger halten als sie sind. Eine explizite Ansprache dieser Menschen mit Begriffen, wie seniorengerecht oder für Pensionisten ist kontraproduktiv. Worauf die Generation besonderen Wert legt, sind Qualität und Beratung sowie mehr Serviceangebote, gerade im Handel.

Dass viele das beste Alter dann doch nicht in vollen Zügen genießen könne, liegt an hohen Preissteigerungen im Pensionisten-Preisindex. Der speziell die Ausgabenstruktur von Rentnern berücksichtigende Pensionisten-Preisindex (PIPH) ist zudem regelmäßig höher als der allgemeine Verbraucherpreisindex. Lag der PIPH im Durchschnitt 2010 bei 2 Prozent, so betrug die allgemeine Inflation nur 1,9 Prozent. Im Mai und Juni 2011 lag der PIPH bei 3,4 beziehungsweise 3,5 Prozent, die allgemeine Inflation betrug in beiden Monaten 3,3 Prozent.