Europäischer Einzelhandelsumsatz – Prognose

Die Zeichen für den Einzelhandel in Europa stehen so gut wie schon lange nicht: Die Wirtschaftsprognosen werden im Monatstakt angehoben, die Arbeitslosigkeit sinkt, das Konsumentenvertrauen steigt und die größten Krisenländer in Europa beginnen sich auch wieder allmählich zu erholen. Wenn es in den letzten Wochen des Jahres zu keinen unerwarteten Ereignissen kommt, wird der europäische Handel insgesamt ein sattes Plus einfahren.
Doch die Zuwächse sind keineswegs auf die Länder gleich verteilt, sondern es gibt sogar 3 Staaten mit Rückgängen. Die Gründe liegen jedoch weniger etwa in gesunkenen Ausgaben im Land selbst, sondern eher in den veränderten Wechselkursen. Auf Euro-Basis gerechnet, müssen Großbritannien, die Türkei und Weißrussland heuer mit Rückgängen im Einzelhandelsvolumen rechnen. Überdurchschnittliche Zuwächse bei den Einzelhandelsumsätzen werden, neben dem sehr kleinen Markt Island, Rumänien, Polen und Ungarn erzielen können, wobei in diesen Ländern vor allem die bereits seit einigen Jahren kontinuierlichen Kaufkraftsteigerungen die Kauflust der Einwohner beflügelt.