Kaufkraft der Österreicher um 2,2 % gestiegen

Im europäischen Vergleich hält Österreich den 8. Rang, nachdem es im Jahr zuvor von Dänemark und Island überholt werden konnte. Betrachtet man nur die Eurozone, macht das immerhin Rang 2 hinter Luxemburg. An der Spitze hat es keine Veränderung gegeben: Die Schweizer sind mit Abstand die reichsten Europäer. Sie haben mit einem durchschnittlichen jährlichen Einkommen von umgerechnet etwa 39.000 € die Luxemburger mit „nur“ etwa 33.500 € klar überholt – auch dank des starken Schweizer Frankens. Einem durchschnittlichen Schweizer stehen somit fast doppelt so viel Geldmittel zur Verfügung wie einem Österreicher. An dritter Stelle befindet sich unverändert Norwegen. Großbritannien musste deutliche Kaufkraftverluste hinnehmen, vor allem bedingt durch den veränderten Wechselkurs.
Die durchschnittliche nominelle Kaufkraft (= alle Einkünfte aus unselbständiger Arbeit, selbständiger Arbeit, Transferzahlungen, Kapitalvermögen, etc.; abzüglich Steuern und Sozialversicherung) in Österreich ist seit dem letzten Jahr um rund 2,2 % gestiegen, die Kaufkraft beträgt im Moment € 21.095 pro Kopf. Das Jahr zuvor waren es um € 449 weniger. Betrachtet man die absolute Kaufkraft je Einwohner in Österreichs Bundesländern, so hat sich an der Rangreihung nicht allzu viel verändert: Salzburg hatte im Jahr 2016 die höchste Kaufkraft (€ 21.886), knapp gefolgt von Niederösterreich. Das kaufkraftschwächste Bundesland Österreichs bleibt nach wie vor Kärnten mit einer absoluten Kaufkraft von € 19.792 pro Kopf im Jahr.
Die 5 kaufkräftigsten Bezirke Österreichs bleiben gleich wie letztes Jahr. Wien I ist zwar auch weiterhin mit großem Abstand der kaufkräftigste Bezirk, die Zuwächse sind allerdings schwächer als im Bundesdurchschnitt. Die kaufkraftschwächsten Bezirke liegen in Wien, Osttirol und der Steiermark. Langfristig betrachtet, werden die regionalen Unterschiede bei der Kaufkraft geringer. Die Gründe dafür liegen einerseits in der kontinuierlich steigenden Bedeutung der – eher ausgleichenden - Transferzahlungen und der geringeren Abwanderung aus den peripheren ländlichen Gebieten.

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