Österreich: Traditionelle Handelszonen verlieren kontinuierlich Marktanteile

Während der gesamte Einzelhandelsumsatz seit Jahren nur mehr im Bereich der Inflationsrate oder bestenfalls knapp darüber steigt, legt der Online-und Versandhandel eine starke und stetige Steigerung vor: Der Marktanteil des nicht-stationären Handels lag 2015 bereits mit knapp 12 % vor jenem der Fachmarktzentren und der kleineren Shopping Malls (unter 20.000 m² Verkaufsfläche). Bis 2020 werden bei einem prognostizierten Marktanteil von rund 20 % mit Ausnahme der Innenstädte auch alle anderen Handelszonen überflügelt sein.
Während in den letzten Jahren vor allem wenig attraktive Streulagen (aber auch die Innenstädte, große alleinstehende Fachmärkte und kleinere Shopping Malls) mit einem Rückgang der Umsatzanteile zu kämpfen hatten, werden in den kommenden Jahren auch die Anteile der Fachmarktzentren und großen Shopping Malls (über 20.000 m² Verkaufsfläche) aufgrund des starken Wachstums des Onlinehandels zurückfallen.
Betrachtet man die synthetischen Handelszonen – Fachmarktzentren und Shopping Malls (incl. FOC) ¬ gesamt, werden diese 2020 einen Marktanteil von knapp unter 28 % aufweisen und somit noch vor den Innenstädten und dem Online-/Versandhandel liegen. 2015 waren es jedoch noch rund 30 % Anteil, der Rückgang fällt also etwas stärker aus als bei den Innenstädten deren Marktanteil von 26 % auf rund 25 % sinkt.
Den stärksten Rückgang werden – wie bereits in den Vorjahren ¬ die sonstigen Streulagen zu verzeichnen haben. Ihr Umsatzanteil fällt von rund 18 % 2015 auf voraussichtlich rund 15 % ab.

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