Kaufkraft in Deutschland: Renner/Penner - Regionen

In den letzten zehn Jahren ist die absolute Kaufkraft je Einwohner im Bundesmittel um 3.570 € gestiegen, doch regional zeigen sich massive Unterschiede. RegioData Research errechnet seit mehr als 25 Jahre Kaufkraftdaten für ganz Europa und hat die unterschiedliche regionale Dynamik in den deutschen Regionen (Stadt- und Landkreise) ermittelt. Dabei zeigen sich einige zu erwartende, aber auch sehr überraschende Ergebnisse.
Die Reichen werden immer reicher. Die Einwohner der ohnehin nicht besonders armen Landkreise München und Fürstenfeldbruck hatten im Jahr 2015 um mehr als 7.000 € mehr in der Geldbörse als noch zehn Jahre zuvor. Damit ist ihr Einkommenszuwachs mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Überhaupt konnten die eher wohlhabenden Regionen im Süden, bevorzugt um München, die höchsten Zuwächse erzielen.
Anders sieht die Situation am Ende des Rankings aus: Nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, in den „armen“ Kreisen im Osten, also etwa in Sachsen-Anhalt oder Thüringen, besteht eine geringe Dynamik bei der Kaufkraftentwicklung, sondern eher in strukturschwachen, ländlichen Gegenden im Westen. Den Einwohnern im Stadtkreis Osnabrück oder im Landkreis Osterrode am Harz etwa stehen weniger als 1.000 €/Jahr mehr zur Verfügung als vor zehn Jahren. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ein sehr bescheidener Zuwachs. Auf den nächsten Rängen der Regionen mit besonders geringer Einkommensentwicklung folgen die Stadtkreise Pirmasens, Bremerhaven, Hagen und Gelsenkirchen mit Zuwächsen jeweils um die 1.500 €.

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