Die Fashionistas wohnen in der Schweiz!

Der Bekleidungsbranche geht es selten schlecht. Nachdem aber die Branche in einem großen Umbruch ist und selbst viele der ganz Großen der Branche Ihre Expansion deutlich eingeschränkt haben und der Online-Boom nun schon ein paar Jahre anhält, stellt sich die Frage, wie das Konsumverhalten in Zahlen aussieht. RegioData Research hat die Daten und Trends in der DACH Region unter die Lupe genommen:
Absolut gesehen, geben die Schweizer am meisten Geld für Bekleidung, Schuhe und Accessoires aus: ganze 1.400 € pro Einwohner im Jahr. Deutlich mehr als die Hälfte davon konsumieren die Frauen, die Männer kommen auf etwa ein Drittel der gesamten Fashionausgaben, die restlichen 15 % entfallen auf Kinderbekleidung. Die Ursache für diese hohen Ausgaben liegt jedoch weniger daran, dass die Schweizer besonders modebewusst sind, sondern vielmehr am allgemein höheren Preisniveau in der Schweiz und natürlich am 2015 sprunghaft gestiegenen Wechselkurs des Schweizer Frankens.
Die Österreicher kaufen nur um ein paar Euro mehr ein, als es die Deutschen tun. Im Jahr 2015 gaben die Österreicher im Schnitt 1.058 € für Bekleidung, Schuhe und Accessoires aus, während ein durchschnittlicher Deutscher auf 904 € kommt.
Die Motivation im Fashionbereich, Artikel gemütlich von zuhause im Internet zu bestellen ist in Österreich offensichtlich noch nicht erschöpft, denn der Online-Anteil der Konsumausgaben für Bekleidung ist hier um 3,2 % gestiegen und beträgt gesamt 24 % für das Jahr 2015. In Deutschland stagniert der nicht-stationäre Teil derzeit bei 22 %. Schuhe sind in beiden Ländern aber online noch im Vormarsch: Hier zeigt sich in Österreich ein Anstieg des Online-Anteils um 5 % zum Vorjahr auf 22 % und in Deutschland sogar um ein Plus von 6 % auf 23 % Online-Anteil.
Fazit: Rund ¼ Ihres Budgets für Fashion geben Konsumenten in der DACH-Region beim Web-Shoppen aus. Es ist zu erwarten, dass dieser Anteil zwar gemäßigter aber doch auch weiterhin steigen wird. Zwischen den Ländern zeichnet sich das Bild, das die derzeit sehr hohen Ausgaben für Fashion in den nächsten Jahren stagnieren, bzw. sogar leicht sinken werden. Die Österreicher kleiden sich im Vergleich zu Deutschland womöglich teurer oder legen sich schlichtweg mehr Bekleidung zu, während Deutsche offensichtlich eher aufs Detail achten und damit bei Accessoires (z.B. Taschen) nicht sparen.

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