Leichte Erholung der EU-Wirtschaft

Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in der EU wurden in Anbetracht der neuesten Ergebnisse nach oben revidiert. So geht EUROSTAT von einem Plus von 1% für den gesamten EU-27-Raum für das laufende Jahr aus. Erfreulich ist insbesondere die Wachstumsrate Deutschlands, die im 2. Quartal 2010 gegenüber dem Vorquartal mit 2,2% am stärksten seit 23 Jahren ausfiel.

Die meisten EU-Mitgliedsstaaten dürfen aufatmen, denn für heuer können sie wieder mit einem Wirtschaftswachstum rechnen. Die besten Wachstumsaussichten für 2010 in der EU haben mit je 2,7% Polen und die Slowakei sowie Luxemburg mit 2%. In Spanien, Zypern, Litauen, Lettland, Irland und Griechenland wird hingegen mit einem BIP-Rückgang zwischen 0,4 (Spanien) und 3,5 (Lettland) gerechnet.

Insbesondere die verbesserte Exportlage veranlasst zu positiveren Aussichten. Auf Grund der schwachen Inlandsnachfrage bleibt jedoch der Aufschwung noch verhalten. Die Geschwindigkeit der Erholung in den einzelnen EU-Ländern wird auch von der Lage im jeweiligen Land und seiner Politik abhängig sein. Die Arbeitslosigkeit bleibt für heuer im EU-Schnitt bei rund 10%. Die niedrigste Arbeitslosenquote in der EU wurde im Juni 2010 in Österreich mit 3,9%, die höchste in Spanien mit 20% registriert.

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