Lebensmittelhandel in Ungarn verliert, Tesco bleibt stärkster Player

RegioData analysiert jährlich die wesentlichen Einzelhandelsbranchen in den wichtigsten CEE-Ländern. Die aktuelle Ausgabe der „RegioData Retail Listen“ liefert die Daten zum Krisenjahr 2009, beispielsweise im ungarischen Lebensmitteleinzelhandel.
Die Krise hat Ungarn vergleichsweise stark getroffen. Die Kaufkraft der Ungarn ist innerhalb eines Jahres um 3,5% gesunken. Die sinkende Kaufkraft hat unmittelbare Auswirkungen auf die Umsätze im Einzelhandel. Dazu kam eine Mehrwertsteuererhöhung um 5 Prozentpunkte ab Juli, die die Konsumlaune ebenfalls dämpft. Nicht nur die Branchen für langfristige Güter (wie Elektrogeräte oder Möbel) waren betroffen. Auch der Lebensmitteleinzelhandel ist 2009 geschrumpft.
Der Markt wurde auch 2009 von Tesco bestimmt. Der Marktführer verfügt über mehr als 100 Hypermärkte sowie rund 70 weitere Stores mit Supermarktcharakter beziehungsweise Convenience Formaten wie Tesco Express. Ein starkes Jahr haben die Diskonter hingelegt. Lidl, Penny, Aldi und Profi haben kräftig expandiert und den Umsatz des Diskonter-Segments wechselkursbereinigt deutlich steigern können.
Alle Details zum ungarischen Lebensmittelhandel und sieben weiteren Handelsbranchen finden Sie in den RegioData Retail Listen.


22./23.02.2012