Länger shoppen = mehr Umsatz?

Shoppen rund um die Uhr, 7 Tage die Woche – nur einige Länder in Europa sind so liberal, wenn es um die Öffnungszeiten geht. Dennoch wird nicht überall diese Möglichkeit auch genutzt. Außerdem bedeuten längere Öffnungszeiten nicht automatisch mehr Umsatz.
Großbritanninen, Irland, Polen oder Ungarn sind theoretisch das Paradies für Konsumenten. Hier gibt es keine Einschränkungen, was die Öffnungszeiten im Handel anbelangt. Obwohl alle Geschäfte durchgehend offen halten können, haben die meisten Händler nur während der Kernzeiten offen. Dass Konsumenten nur darauf warten, in der Nacht quer über alle Branchen zu shoppen, ist eine Illusion. Lediglich die Nachfrage nach Gütern des täglichen Gebrauchs ist auch in der Nacht oder sonntags gegeben. Deshalb haben insbesondere Lebensmittelhändler auch außerhalb der Kernzeiten offen.
In Österreich würden insbesondere größere Handelsagglomerationen sowie Möbelhändler von der Ausweitung der Öffnungszeiten profitieren, ist der Standortberater DI Wolfgang Richter, Geschäftsführer von RegioData Research, überzeugt. Jedoch würde der Umsatzzuwachs selbst in diesem Fall minimal sein. Für die meisten kleineren Agglomerationen würden die längeren Öffnungszeiten eher eine Verschiebung der Umsätze bewirken, so Richter.

