Kein Platz für Diskonter im österreichischen Elektrohandel

Der Konzern MediaMarkt/Saturn hat eine klare Dominanz am österreichischen Elektrohandelsmarkt. Mit der Pleite von Cosmos wird diese Dominanz noch sichtbarer. Angesichts der schnellen Erosion der Preise im Elektrobereich sind Diskonter kaum ein tragfähiger Betriebstypus für diese Branche.
Klarer Flächensieger im österreichischen Elektrohandel ist der Konzern MediaMarkt/Saturn. In 7 von 9 Bundesländern hat der Konzern die Nase vorn. Lediglich im Burgenland haben die zur Euronics-Gruppe gehörende Marke Red Zac und in Vorarlberg die Verbundgruppe Electronic Partner die Marktführerschaft nach Verkaufsfläche.
Das schnelle Altern der Produkte und die Preiserosion von Elektronikgütern verhindert eine Diskont-Kultur, wie man sie etwa im Lebensmittelhandel kennt. Chancen gibt es eher im Spezialfachhandel, wie das Beispiel DiTech, der mit Computer und Software handelt, zeigt. Immer dann, wenn ein Unternehmen klarer Marktführer ist, wie es der Fall von MediaMarkt/Saturn ist, ergeben sich Lücken und Nischen für andere Anbieter. Nicht zu unterschätzen ist auch das frei gewordene Flächenpotenzial in Einkaufszentren, das durch die Cosmos-Pleite entstanden ist. Hier wären Elektrohandelskooperationen gefragt, die auch größere Flächen bewirtschaften wollen. Diese könnten auch jene Einkaufszentren ansprechen, die über Mietermixoptimierungen nachdenken und einen Elektrohändler für die Stärkung ihres Standortes benötigen.


22./23.02.2012