Kaufkraftserie Österreich: Industrie und Tourismus bescheren Oberösterreich den 5. Platz

Industrie und Tourismus sind die wichtigsten Einnahmequellen Oberösterreichs. Beim Kaufkraftranking liegt das Bundesland mit einem Index von 98,7 Punkten nur knapp unter dem Österreich-Schnitt, die Tendenz ist weiter steigend.
Einem Oberösterreicher standen im Schnitt im Jahr 2009 rund 17.650 Euro zur Verfügung, im Jahr 2008 waren es rund 17.500 Euro. Die wirtschaftliche Entwicklung Oberösterreichs wird von der Achse Linz-Wels-Steyr bestimmt. Hier ist der Großteil der österreichischen Industrie angesiedelt: Eisen- und Stahlerzeugung, Fahrzeugindustrie, Maschinenbau, Aluminiumindustrie sowie chemische und Pharmaindustrie.
Neben der Industrie ist der Tourismus insbesondere im oberösterreichischen Salzkammergut eine wichtige Einkommensquelle. Dies schlägt sich insbesondere in der Kaufkraftstatistik nach Gemeinden nieder. So weist Bad Ischl mit 120 Indexpunkten die höchste Kaufkraft in Oberösterreich auf und liegt auf dem gleichen Niveau wie die reichen Städte Baden bei Wien. Auch die Gemeinden Traun, Altenberg bei Linz oder Mondsee erreichen eine stark überdurchschnittliche Kaufkraft. Die Stadt Linz sowie der Speckgürtel von Linz mit den Gemeinden Sankt Florian, Pasching, Ansfelden und Leonding schneiden ebenfalls überdurchschnittlich ab.
In Oberösterreich sind jedoch auch wirtschaftlich sehr unterentwickelte Regionen beheimatet, die eher landwirtschaftlich geprägt sind (Mühlviertel, Mostviertel, Eisenwurzen). Die Gemeinden Waldkirchen am Wesen, Altschwendt, Engelhartszell oder Mayrhof erreichen daher einen Kaufkraftindex von nur knapp über 70 Indexpunkten. Generell geht die Tendenz in Oberösterreich dank niedriger Arbeitslosigkeit und Lohnerhöhungen nach oben.

