Kaufkraft Österreich: Schlusslicht Burgenland holt auf

Das Burgenland ist mit 94 Indexpunkten beziehungsweise circa 16.800 Euro an Kaufkraft pro Kopf Schlusslicht im österreichischen Bundesländerranking. Verglichen mit dem Jahr 2000 konnte sich jedoch der Kaufkraftindex im östlichen Bundesland deutlich verbessern (+6 Indexpunkte).

Auch die Unterschiede zwischen dem Burgenland und dem Rest Österreichs haben sich deutlich verringert. Lag beispielsweise der Unterschied zwischen Wien und dem Burgenland im Jahr 1990 bei rund 37 Indexpunkten, so waren es 2009 nur mehr 11 Indexpunkte. Ausschlaggebend für die Verringerung der regionalen Kaufkraftunterschiede sind die Steuerreformen der vergangenen Jahre, die nicht nur einen sozialen sondern auch einen regionalen Ausgleich erzielten sowie die kontinuierliche Angleichung der Wirtschaftsstrukturen in den einzelnen Regionen.

Die kaufkraftstärksten Gemeinden im Burgenland liegen im Norden. Nur zwei Bezirke weisen eine Kaufkraft aus, die über dem österreichischen Durchschnitt liegt: Eisenstadt mit rund 120,4 Indexpunkten und Eisenstadt Land mit 101,7 Indexpunkten. Auf Gemeindeebene ist deutlich der Einfluss des Tourismus auf die Kaufkraft im Burgenland zu beobachten. Mit Neusiedl, Breitenbrunn oder Mörbisch sind die Gemeinden rund um den Neusiedler-See ganz oben im Ranking der kaufkraftstärksten Gemeinden im Burgenland.

Güssing und Jennersdorf im Süden sind wiederum nicht nur im Burgenland, sondern auch im gesamtösterreichischen Ranking abgeschlagen. Güssing erreicht nur 85,7 Prozent des österreichischen Kaufkraftniveaus, Jennersdorf liegt kaum besser mit 86,3 Indexpunkten.