Kaufkraft - Ost gegen West

Die neuesten Zahlen von RegioData Research zum Thema Kaufkraft in Europa zeigen, daß im Vergleich zum Vorjahr die Kaufkraft in den westeuropäischen Ländern weniger stark gestiegen ist als in den osteuropäischen Ländern. Diese befinden sich nach wie vor auf Aufholjagd, wenn auch durch die Wirtschaftskrise gedämpft.
So betrug das nominelle Wachstum in den meisten westeuropäischen Ländern zwischen 1 und 2% im Vergleich zum Vorjahr – die osteuropäischen Länder zeigen noch Wachstumsraten von deutlich über 2 bis über 4%. Eine Ausnahme stellen hier die baltischen Staaten mit ca. 1% Wachstum dar.
Die Top 3 bei der absoluten Kaufkraft sind Luxemburg mit knapp über 29.000 Euro je Einwohner pro Jahr, gefolgt von Norwegen und der Schweiz (jeweils über 21.000 Euro je EW und Jahr). Österreich liegt im oberen Mittelfeld mit einer leichten Steigerung von 1% gegenüber dem Vorjahr auf 17.750 Euro.
Auch der Anteil der Kaufkraft, den die Konsumenten für den Einzelhandel ausgeben, variiert stark von Land zu Land – und hier hier gibt es auch starke Schwankungen zwischen den Branchen. So brauchen die Menschen in Rumänien mit 44% anteilsmäßig mehr Geld für Lebensmittel als z.B. Kroaten (33%) oder Slowenen (15%). Eine Ausnahme zeigt sich bei den Ausgaben für Bekleidung und Schuhe – hier geben die Menschen in diesen drei Ländern mit 6-8% nahezu den gleichen Anteil aus.
Weitere Details und die Daten für alle Länder finden sich in der aktuellsten Ausgabe der RegioData Kaufkraftkennziffern 2009 für 40 europäische Länder, welche ab Juli 2009 verfügbar sind. Alle Daten zu Konsumausgaben in Osteuropa bieten die Konsumausgaben CEE 2009 für 10 Länder.


23./24.01.2012