Kaufkraft in den europäischen Hauptstädten

500 Mio Einwohner umfasst die europäische Union mittlerweile nach brandaktuellen Zahlen des Eurostat. Die Kaufkraft dieser halben Milliarde Menschen unterscheidet sich jedoch stark.
Das Ost-West Gefälle ist zwar geringer geworden, wird aber noch über Jahrzehnte bestehen. Auch innerhalb der einzelnen Länder sind die Kaufkraftunterschiede enorm. Das trifft nicht nur auf osteuropäische Staaten mit einer teils extrem hohen regionalen Disparität in der Kaufkraft zu, sondern auch für westeuropäische Länder.
Untenstehende Tabelle zeigt Ihnen einen spannenden Überblick über die Kaufkraft in ausgewählten europäischen Hauptstädten (Auszug aus den RegioData Kaufkraftkennziffern Westeuropa 2009): Anhand dieser Daten ist klar erkennbar, dass auch in Westeuropa starke regionale Unterschiede in der Kaufkraft bestehen. Beispiel hierfür ist Spanien mit fast 90 Indexpunkten Unterschied zwischen der kaufkraftstärksten und schwächsten Gemeinde. Wien nimmt im europäischen Vergleich eine sehr gute Platzierung ein. Der 1. Wiener Gemeindebezirk mit seiner extrem hohen Kaufkraft führt zu der hohen regionalen Disparität in Österreich.
Sehr unterschiedlich ist auch die Position der Hauptstadt im nationalen Kaufkraftranking. Berlin ist mit nur 90,8 Indexpunkten ca. 10% kaufkraftschwächer als der Durchschnitt Deutschlands, eine absolute Ausnahme im europäischen Vergleich. Amsterdam liegt deutlich über dem Schnitt, aber dennoch nur an der 28. Stelle im nationalen Kaufkraft-ranking der Gemeinden. Hier sind rund um die großen Städte „Speckgürtel“; wer es sich leisten kann zieht aufs Land. Ganz anders die Situation in Österreich, wo Wien klar die Nase vorne hat oder zB in Schweden, nur zwei Gemeinden haben hier eine höhere Kaufkraft als Stockholm.
Kaufkraftdaten für alle europäischen Länder auf den verschiedensten regionalen Ebenen sind Teil der RegioData Research Kaufkraftkennziffern Ausgabe 2009.


22./23.02.2012