Iberische Halbinsel: Trotz wirtschaftlicher Probleme, viele Shopping Center-Projekte

Trotz des momentan schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes in Spanien und Portugal zeigt sich die Shopping Center-Industrie unbeeindruckt: Die Pipeline der Entwickler von Handelsimmobilien ist mit einer Gesamtfläche von rund 1,5 Mio. m² für Spanien und rund 1 Mio. m² für Portugal gut gefüllt.
Mit einer Shopping Center-Dichte von je rund 250 m² GLA pro 1.000 Einwohner befinden sich die beiden Länder im europäischen Mittelfeld bei der Shopping Center Dichte. Ein schnelles und starkes Flächenwachstum das zu einem Überangebot führen könnte, ist jedoch kaum zu befürchten. Viele der Projekte werden erfahrungsgemäß entweder gar nicht oder erst in einigen Jahren realisiert, letztes Jahr wurden weniger als 10 Projekte in den beiden Ländern fertig gestellt. In der Größenklasse über 100.000 m² GLA weist Spanien bereits 5 und Portugal 2 Einkaufszentren auf.
Die Entwicklung von Handelsimmobilien wird auch von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung der beiden Ländern abhängig sein. Nach Lettland weist Spanien mit rund 18,9% die höchste Arbeitslosenrate in der EU auf. Portugals Arbeitslosigkeit von circa 10% ist deutlich niedriger, jedoch immer noch hoch im EU-Vergleich. In Spanien sind gerade durch das Platzen der Immobilienblase viele Menschen arbeitslos geworden, die im Baugewerbe tätig waren.
Hinsichtlich Kaufkraft gehören die beiden Länder nicht zu den reichsten in der EU, jedoch gelten sie als Shoppingparadies in punkto Mode & Lifestyle. Einem Portugiesen stehen durchschnittlich rund 9.000 Euro, einem Spanier rund 12.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Zum Vergleich: Österreicher verfügen über eine durchschnittliche Kaufkraft von rund 18.000 Euro pro Jahr.


22./23.02.2012