Hohe Leerstände bei Logistikimmobilien im CEE-Raum

Waren zu Beginn der Transformationsphase in Osteuropa zu wenige Logistikflächen vorhanden, so bewegt sich die aktuelle Leerstandsrate in manchen CEE-Städten bei sogar 22%.

Grundsätzlich kann das Angebot an Logistikflächen leichter auf den Bedarf abgestimmt werden als beispielsweise im Falle von Handelsimmobilien. Die Errichtung von Logistikimmobilien kann in einer relativ kurzen Zeit erfolgen, die Entwicklung bedarf keiner langjährigen Planungs- und Umsetzungsphase wie bei Handels- und Wohnimmobilien.

Dennoch wird eine relativ hohe Leerstandsrate zum heutigen Zeitpunkt für Osteuropa registriert, was damit zu erklären ist, dass die Entwicklung von Logistikimmobilien in dieser Region oft auch eine spekulative war. Dies bedeutet, dass einige der Flächen fertig gestellt wurden, ohne dass es dafür konkrete Abnehmer gegeben hätte.

Die Leerstandsrate bei Logistikimmobilien beläuft sich aktuell auf über 20% in Budapest, circa 18% in Prag und circa 15% in Bukarest. Die durchschnittlichen monatlichen Mietpreise pro Quadratmeter liegen in vielen CEE-Hauptstädten aktuell bei circa 5 Euro, lediglich Zagreb oder Warschau weisen einen leicht höheren Quadratmeterpreis auf. Mit Preisen unter 5 Euro kann in Bratislava, Kiew oder Bukarest gerechnet werden.

Hinsichtlich der Standortkriterien für Logistikflächen ist festzuhalten, dass diese meistens an wichtigen Verkehrsknotenpunkten entstehen, wobei in Osteuropa hauptsächlich gute Straßen- und Flugverbindungen und weniger der Bahn- oder Schiffsverkehr von Bedeutung sind.

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