Große Retailer glauben an Osteuropa

Trotz Konsumrückgängen oder Stagnation: Gute Retailkonzepte sind immer gefragt, die Expansion der Großen geht im CEE-/SEE-Raum weiter.
Der kräftige Konsum in Osteuropa – in manchen Ländern größtenteils durch Kredite finanziert – hat deutlich nachgelassen. In manchen Ländern sind Stagnation oder kurzfristige empfindliche Rückgänge bei den Konsumausgaben zu verzeichnen. Der Finanzierungssektor stellt im Moment kaum noch Geld für Immobilienprojekte zur Verfügung. Kommt dadurch die Expansion im Einzelhandel völlig zum Erliegen? Punktuell schon, mit guten Konzepten wird aber nach wie vor expandiert.
So eröffneten im vergangenen Jahr Player wie Tesco über 50, Carrefour circa 8, Ikea 2 oder Baumax circa 7 Standorte in den verschiedensten osteuropäischen Ländern. Gerade jetzt schlägt auch die Stunde der Diskonter: So eröffnete Penny im Jahr 2009 die 100. Filiale in Rumänien und im November und Dezember die ersten 20 Filialen in Bulgarien. Mehr als 25 Filialen sollen auch in diesem Jahr in Rumänien eröffnet werden.
Tatsächlich in die Bredouille kommen jene Filialisten, die ihre Expansion sehr stark fremdfinanziert haben. Das betrifft internationale Unternehmen genauso wie lokale Player. Diese müssen jetzt rasch optimieren und weniger profitable Standorte eventuell aufgeben. Für Shoppingcenter etwa ist es aber im Moment schwierig, eine ausreichende Zahl an Handelsmietern zu finden.


