Große Dynamik bei Büroimmobilien

Wirft man einen Blick auf die Büroflächen in den Metropolen Ost- und Südosteuropas so variieren die Bestandszahlen naturgemäß stark. Setzt man die Büroflächen nun ins Verhältnis zu den Einwohnerzahlen, so ergeben sich aus dieser Dichtezahl neue Blickwinkel.
Grosse Millionenstädte wie Moskau oder Istanbul zeigen hier sehr geringe Werte wohingegen Städte in Westeuropa wie Wien oder Berlin Dichtezahlen über 5m² je Einwohner aufweisen.
Hier zeigt sich auch eine Sonderstellung von z.B. Wien – mit über 6m² je Einwohner Spitzenreiter der Vergleichsgruppe. Die österreichische Hauptstadt stellt seit jeher einen Brückenkopf nach Osten dar – viele Unternehmen steuern ihre Osteuropa Geschäfte von Wien aus. Daraus ergibt sich auch ein verhätltnismäßig hoher Bedarf an Büroflächen.
Städte wie Kiew, mit einer Dichte von 0,4 am unteren Ende der Skala zu finden, haben aber definitiv noch Entwicklungspotenzial. Dies ist auch an den Werten für Städte wie Prag (2m²/EW) oder Bratislava (2,8m²/EW) zu sehen. Langfristig ist hier eine Entwicklung bis zu 3m²/EW möglich. Dieses entwicklungsfähige Mittelfeld umfasst auch Zagreb, Budapest, Warschau und Ljubljana, welche Dichten zwischen 1 und 2m²/EW aufweisen.
Die Grafik zeigt die Dichtewerte der einzelnen Städte und auch deren jeweilige Leerstandsraten.
Generell herrscht eine grosse Dynamik am Büroimmobilienmarkt – CEE/SEE Städte sind von Zurückhaltung geprägt, was Neuvermietungen betrifft und viele grosse Projekte wurden zurückgestellt. Im Vergleich hierzu ist Wien sehr stabil geblieben – so gibt es auch kaum Schwankungen bei den Mieten.


22./23.02.2012