Griechenland: Sparmaßnahmen drücken die Kaufkraft um mehr als 5%

Die dringend notwendigen Sparmaßnahmen der griechischen Regierung haben direkte Auswirkungen auf die Konsumenten.

Durch die Kürzung der Urlaubs-, Oster- und Weihnachtsgelder ergeben sich offensichtliche Einbußen für die unselbständig Erwerbstätigen und Pensionisten. Da ein wesentlicher Teil des privaten Konsums der Griechen in den letzten Jahren "auf Pump" finanziert wurde, ist ein zusätzlicher Rückgang des privaten Konsums zu erwarten. So rechnet RegioData für 2010 mit einem Rückgang der Kaufkraft pro Einwohner um 5,7%. Das entspricht einem Minus von über 600,- Euro pro Kopf.

Auch im Einzelhandel werden Umsatzeinbußen von rund 5% erwartet. Insbesondere werden die Umsätze mit langfristigen Gütern, wie Elektrowaren, Möbeln oder Baumarktprodukten zurückgehen. In Krisenzeiten verschieben sich die Ausgabenteile der privaten Haushalte weg von langfristigen Gütern hin zum kurzfristigen Bedarf. Profitieren von der Krise könnten die Diskonter.

Eine Erholung des Einzelhandelsumsatzes hängt im Wesentlichen von steigender Kaufkraft und dem Vertrauen in die wirtschaftliche Erholung des Landes ab. Nach derzeitigem Stand ist damit nicht vor 2012 zu rechnen.