Europas Mindestlöhne wachsen weiter

Insbesondere in den Baltischen Staaten sowie in Rumänien, Bulgarien und Polen sind die Mindestlöhne in den letzten Jahren beträchtlich gestiegen. Mit mehr als 7% sind im Zeitraum 2002-2009 die Löhne in Estland und Lettland am stärksten gewachsen.
In Europa sind die höchsten Mindestlöhne in Luxemburg mit 9,73 Euro pro Stunde zu finden. Es folgen in diesem Ranking Länder wie Belgien, Niederlande, Frankreich und Irland, mit Mindestlöhnen von je 8 Euro pro Stunde. Am untersten Ende der EU-Skala ist Bulgarien mit einem Mindestlohn von nur rund 0,80 Euro pro Stunde zu finden. Gerade in Ländern wie Bulgarien oder Rumänien sind jedoch die Löhne im vergangenen Jahrzehnt spürbar gestiegen. So sind beispielsweise im Zeitraum 2002-2009 die realen Mindestlöhne in Bulgarien um 5,8% und in Rumänien um 4,9% gestiegen.
Das Mindestlohnniveau in westeuropäischen Ländern liegt im Schnitt bei rund 6 Euro, in osteuropäischen Ländern bei rund 1,4 Euro pro Stunde. Dies ergibt ein durchschnittliches Mindestmonatsgehalt von rund 1.000 Euro brutto in Westeuropa und von rund 210 Euro in Osteuropa.
Mindestlöhne sind gesetzlich festgeschriebene Mindestgrenzen für Löhne von unselbstständig Beschäftigten. Das Einkommen von selbstständig Tätigen wird hier nicht erfasst. Demnach sind Mindestslöhne nur einer von verschiedenen Indikatoren für den Wohlstand eines Landes.
Einen vollständigen Blick auf alle Einkunftsarten bieten die RegioData Kaufkraftkennziffern für Europa, die das regionale Wohlstandsniveau bis auf Gemeinde- und Postleitzahlebene darstellen.


22./23.02.2012