Einwohnerveränderung in Europa

Von wachsenden Zwergen und schrumpfenden Riesen.
Die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre in Europa haben eine starke Migrationswelle in Europa ausgelöst. Die Bevölkerungsverlagerungen finden nicht nur innerhalb der einzelnen Staaten – Stichwort: Landflucht – statt, sondern auch zwischen den Ländern. Generell sind in Westeuropa eher Bevölkerungszuwächse zu verzeichnen und die meisten osteuropäischen Staaten verlieren. Aber die Veränderungen sind sehr unterschiedlich. Türkei (+ 14 %) und Spanien (+ 13 %) zählen eindeutig zu den Gewinnern, fast alle CEE-Staaten verlieren, manche sogar dramatisch wie etwa Moldau (- 13 %) oder die Ukraine (- 7 %).
In Westeuropa gewinnen alle südlichen Länder (Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Zypern, Türkei) und die „Einwanderungsländer“ Großbritannien und die Schweiz. In Osteuropa sind es vor allem die wirtschaftlich unterentwickelten Staaten, die zum Teil starke Abwanderungsverluste hinnehmen mussten. In einzelnen Regionen in Moldau, Ukraine oder Bulgarien fehlen Bevölkerungsgruppen zwischen 25 und 50 Jahren fast vollständig.


22./23.02.2012