Bukarest und Sofia: starke Preiskorrekturen bei Wohnimmobilien

Bedingt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gab es einige Preiskorrekturen bei Wohnimmobilien im osteuropäischen Raum. Für 2010 wird eine Preisstabilisierung erwartet.
Dramatische Rückgänge bei Wohnimmobilienpreisen in Osteuropa wurden insbesondere in Rumänien und Bulgarien registriert. Gerade in den Hauptstädten dieser beiden Länder, die in den letzten Jahren eine rege Bautätigkeit erlebt hatten, fielen die Preise dramatisch. So gingen diese in Bukarest um rund 40% bei alten und bis zu 50% bei neuen Wohnimmobilien und in Sofia im Schnitt um circa 25% zurück.
Höchst spekulative Investitionen prägten die Märkte dieser beiden Städte. Viele Baugenehmigungen wurden erteilt, jedoch nur ein Bruchteil der Flächen realisiert. Abgesehen davon war das Angebot nur selten auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung abgestimmt. So lagen die durchschnittlichen Preise pro Quadratmeter für neue Wohnimmobilien im Jahr 2008 bei rund 1.800 EUR/m² in Bukarest und damit über dem Preisniveau Rigas oder Budapests. In Sofia lagen die Preise bei rund 1.250 EUR/m² und entsprachen etwa dem Niveau der estnischen Hauptstadt Tallinn.
Für 2010 gehen Experten von einer Preisstabilisierung aus. So sollen die Preise dem Niveau von 2009 entsprechen. Optimisten, die von einer Erholung der Wirtschaftslage in der zweiten Hälfte des Jahres 2010 ausgehen, erwarten eine Preiserhöhung bei Wohnimmobilien von maximal 5%-10%.


