Büromarkt Warschau: Leerstandsrate klettert auf 8%

Zusammen mit Albanien (+0,7%) war Polen das einzige Land in Osteuropa, welches ein Wirtschaftswachstum im Jahr 2009 registrierte (+1,7%). Der Immobilienmarkt zeigte sich zwar auch krisenresistent, dennoch muss er nun mit höheren Leerstandsraten fertig werden.
Warschaus Immobilienmarkt wurde von der Krise nicht so stark erfasst wie etwa andere Hauptstädte Osteuropas. Dies hängt auch damit zusammen, dass die meisten Investoren ihr Vertrauen auf Grund der allgemein positiven wirtschaftlichen Entwicklung in den Markt nicht verloren haben. Zwar ging das Transaktionsvolumen für Büroflächen im vergangenen Jahr um mehr als 50% zurück, jedoch wurde kräftig weiter gebaut. Mit rund 270.000 m² Bürofläche, die 2009 neu auf den Markt geliefert wurden, entstand im vergangenen Jahr mehr Fläche als in den Jahren zuvor. Auch im ersten Halbjahr 2010 kamen rund 130.000 m² neu dazu, bis Ende des Jahres sollen weitere 60.000 m² fertig gestellt werden. Der aktuelle Bestand an Büroflächen in Warschau beläuft sich auf rund 3,25 Millionen m².
Die Fertigstellung dieser Flächen trug zu einer erhöhten Leerstandsrate bei. So kletterte die Leerstandsquote bei Büroimmobilien im ersten Halbjahr 2010 auf rund 8%. Dies ist der höchste Wert seit rund 5 Jahren aber dennoch niedriger als der Spitzenwert von nahezu 16% im Jahr 2002. Die Mietpreise für Büroflächen belaufen sich aktuell auf 14 bis 16 Euro pro m² in Nebenlagen und auf 21 bis 25 Euro pro m² in Bestlagen. Anzumerken ist jedoch, dass angesichts der hohen Leerstandsrate Mieter einen guten Verhandlungsspielraum haben.


22./23.02.2012