Bekleidungshandel in Österreich: Mehr Verkaufsfläche und weniger Outlets

Obwohl sich die Anzahl an Modeoutlets in Österreich in den letzten Jahren stark reduziert hat, ist die Verkaufsfläche im Bekleidungshandel kontinuierlich gestiegen. Rund 6.000 Modegeschäfte mit einer Verkaufsfläche von rund 1,7 Millionen Quadratmetern gibt es aktuell in Österreich.
Insbesondere in den Jahren nach der Wirtschaftskrise 2001 reduzierte sich die Anzahl der Outlets drastisch, in nur 3 Jahren wurden circa 600 Geschäfte geschlossen. Gleichzeitig ist die Fläche aber stark angestiegen. Für den Konsumenten bedeutet diese Entwicklung nicht unbedingt mehr Auswahl: Das starke Flächenwachstum ist hauptsächlich auf die Expansion einiger wenigen großen Ketten wie H&M, C&A oder kik zurückzuführen.
Die Bekleidungsbranche in Österreich ist stark konzentriert: 73 Prozent des Branchenumsatzes erwirtschafteten im Jahr 2008 jene 48 filialisierten Marktteilnehmer, die jeweils mehr als fünf Standorte in Österreich hatten. Ihnen sind auch 65 Prozent der gesamten Geschäftsfläche für 2008 im Bekleidungshandel zuzuordnen.
Was die Produktivität anbelangt, so reduzierte sich der Quadratmeterumsatz im filialisierten und organisierten Bekleidungshandel von 2003 auf 2008 inflationsbereinigt um circa 7%. Der durchschnittliche Quadratmeterumsatz im filialisierten und organisierten Bekleidungshandel lag für das Jahr 2008 bei rund 3.000 Euro.

