Apple, adidas, Nespresso oder Nivea: Durch eigene Stores näher beim Konsumenten

Immer mehr Markenhersteller entscheiden sich für den direkten Weg zum Kunden. Einerseits weil sie eine bessere Marktabschöpfung wollen, andererseits um ihre Marken zu stärken.
Marken wie adidas, Puma, Nike oder Geox setzen längst auf eigene Shops, um eine bessere Marktabdeckung zu erreichen. So verfügt beispielsweise adidas weltweit über mehr als 400 Shops und Geox über 1.000 Shops, von denen rund 250 in Eigenverantwortung. Auch Apple oder Nespresso haben ihre Marken durch die optimale Kombination von ausgeklügelten Marketingstrategien und Vertrieb in eigenen Stores weltweit erfolgreich positioniert. So verfügt Apple im Moment über mehr als 300 Shops und Nespresso über rund 200 Boutiquen weltweit.
Eigene Shops werden jedoch immer mehr auch zu Imagezwecken betrieben. So eröffnete beispielsweise Nivea über 20 eigene Shops in Deutschland sowie ein Flagship-Store in der Dubai Mall in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die exklusive Präsentation eines inzwischen sehr breiten Sortiments sowie der Beratungsansatz stehen hier im Vordergrund. Auch die Marke Lomo, des bisher eher nur bei Fotografen und im Internet bekannten Herstellers von analogen Fotokameras, hat inzwischen über 50 Stores weltweit, von denen rund 10 insbesondere zu Präsentationszwecken in Eigenregie betrieben werden.
Dass Markenhersteller immer stärker den direkten Weg zum Kunden suchen, hat auch damit zu tun, dass Kaufhäuser als klassische Vertriebswege für Marken längst ihren Zenit überschritten haben. Manche Häuser versuchen diesem Trend entgegenzuwirken: So bieten japanische Kaufhäuser nur noch Verkaufsflächen ohne Personal, Einrichtung und Werbemittel und verstehen sich dadurch immer mehr als reine Immobilienfirmen und weniger als Einzelhändler.


22./23.02.2012