Wohlstand in Rumänien: Arm und Reich zugleich

Während der kommunistischen Herrschaft waren in allen Ländern des Ostblocks die regionalen Wohlstandsunterschiede ziemlich gering. Mit der Wende kam auch rasch das Wohlstandsgefälle: kaputte Schwerindustien produzierten Arbeitslose, in ländlichen Gebieten war mit landwirtschaftlichen Produkten nichts zu verdienen und die gutbezahlten Jobs konzentrierten sich auf die Hauptstadt.
Das Wohlstandsgefälle ist in CEE-Staaten mindestens doppelt so hoch wie im westlichen Europa, wobei auch hier starke Unterschiede bestehen (Musterschüler sind die skandinavischen Länder, Italien hingegen weist große Unterschiede auf).
Ein typisches Beispiel für diese Entwicklung in CEE ist Rumänien: In kaum einem anderen europäischen Land sind die regionalen Wohlstandsunterschiede größer als in Rumänien. Wohlhabende urbane Eliten stehen stehen einer großen kaufkraftschwachen Landbevölkerung gegenüber.
Während die Bewohner in den 10 größten Städten im Jahr über etwa 3.500 € verfügen, müssen die Bewohner von 1.500 Gemeinden mit teilweise deutlich weniger als 2.000 € auskommen. Und diese Kluft wird größer. Landflucht, geringe Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebote verschärfen die Situation.


22./23.02.2012