Retailparks in CEE: Erfolgsformat oder Verlegenheitslösung?

Nachdem die großen Städte mit Shopping-Malls bereits überfüllt sind, gibt es bei den Retail-Parks in Zentral- und Osteuropa hohe Steigerungsraten. Die Expansion wurde jedoch durch die aktuelle Wirtschaftskrise stark eingebremst. Mittelfristig gesehen ist jedoch das Potenzial riesengroß. Erst knapp ein Viertel des verfügbaren Verkaufsflächenpotenzials ist ausgeschöpft.
Bei den sehr großen Retail-Parks (über 30.000 m² GLA) ist es jedoch auch schon ziemlich schwierig, „weiße Flecken“ zu finden. Bei mittleren und kleineren Einheiten hingegen ist in den nächsten Jahren mit sehr vielen neuen Projekten zu rechnen. Das liegt auch daran, dass das Investitionsvolumen für einen Retail-Park bei gleicher Fläche im Vergleich zu einer Shopping-Mall viel geringer ist. Die Finanzierung ist daher viel einfacher, das Risiko für Entwickler, Banken, Endinvestoren und Mieter überschaubarer.
Entscheidend für den Erfolg wird künftig sein, in wie weit sich das Projekt den lokalen Kundenbedürfnissen anpasst. Bei vielen schon bestehenden Anlagen hat man den Eindruck, dass die handwerkliche Umsetzung nicht gut gelungen ist: schlechter Standort, falscher Branchenmix und lieblose Umsetzung bzw. Betreuung.
Nachhaltigkeit im Sinne eines lang anhaltenden Erfolges wird auch in dieser Assetklasse der entscheidende Erfolgsfaktor für die Zukunft. Schnelles Bauen, Vermieten und Verkaufen wird künftig nicht mehr möglich sein. Allerdings: In jedem Land bieten sich unterschiedlich gute Chancen – und die müssen sorgsam gesucht, gefunden und ge-prüft (!) werden.


