Büros in CEE: weniger Projekte aber auch weniger Leerstand

Der Vergleich der Büroleerstandsraten in CEE-Städten zeigt sowohl massive Unterschiede als auch durchaus gegenläufige Trends. Die übliche Entwicklung bei der Erschließung eines „neuen“ Marktes zeigt in der ersten Phase auf Grund des geringen Angebotes sehr hohe Mieterträge und geringe Leerstandsquoten. In der zweiten Phase werden sehr viele neue Projekte errichtet, die Mieten sinken und die Leerstandsquoten steigen. In der dritten Phase folgt das Angebot und die Nachfrage dem sogenannten Schweinezyklus. Mieten und Leerstandquoten verändern sich in mehrjährigen Wellenbewegungen, aber nur mehr gering.

In nahezu allen CEE-Städten hat jedoch die Wirtschaftskrise deutliche Spuren hinterlassen: Die Lerstandsquoten sind, zumindest kurzfristig, deutlich angestiegen. In Budapest etwa betrug die Leerstandsquote im Jahr 2003 19,0 %, sie sank bis 2007 auf 11,3 % und stieg durch die Wirtschaftskrise sprungartig auf 13,6 %. Ähnlich in Bukarest: 2003: 9,1 %, 2007: 2,3 % und 2008: 4,6 %. Auch in Prag war die Wirtschaftskrise bei der Bürovermietung deutlich spürbar: 2001: 12,7 %, 2007: 5,7 % und 2008: 8,4 %.