Ausgabenvergleich: Die Schweizer sparen bei Konsumgütern

Dass die Schweizer mit knapp € 40.000 pro Einwohner und Jahr über eine (durchschnittlich) außergewöhnlich hohe Kaufkraft verfügen, ist allgemein bekannt. Interessant ist jedoch die Verwendung dieser Kaufkraft, die sich doch von den angrenzenden Ländern Deutschland und Österreich deutlich unterscheidet.
Knapp 41% der Schweizer Konsumausgaben fließen in Wohnung, Energie und Verkehr, in Österreich und Deutschland sind das nur 37% bzw. 38%. In absoluten Zahlen wird der Unterschied deutlicher: fast € 7.000 mehr im Jahr gibt jeder Schweizer für diese Kategorien aus. Freizeit, Kultur und Gesundheitspflege lassen sich die Schweizer ebenfalls deutlich mehr kosten als ihre deutschen und österreichischen Nachbarn.
Der Vergleich der Ausgabenstruktur zeigt auch, dass die Schweizer bei Konsumgütern eher zurückhaltender sind: Nur 13% werden für Nahrungsmittel verwendet, fürs Einrichten nur 5% und für Bekleidung gar nur 4%, die deutschsprachigen Nachbarn liegen bei diesen Kategorien deutlich höher.

Einige Details der aktuellen Untersuchung: Bier mögen scheinbar nur wenige Schweizer, die Ausgaben sind mit € 53 je Einwohner pro Jahr bescheiden. Deutschland liegt erwartungsgemäß mit € 106 vorne, gefolgt von Österreich mit € 88. Ähnlich ist die Situation bei Spirituosen, während ein durchschnittlicher Deutscher pro Jahr um fast € 80 Schnaps trinkt, nippen die Schweizer nur um € 35 an Hochprozentigem. Extrem spendabel sind die Schweizer in der Gastronomie: Jährliche Ausgaben von € 2.570 stehen € 1.290 in Österreich und gar nur € 946 in Deutschland gegenüber.



--------------
Shop: Konsumausgaben